Natürlich hat auch im ländlichen Raum das Internet Einzug gehalten. Zwar erfolgt die Übertragung noch unterschiedlich schnell/langsam, doch man bemüht sich seitens der Kommunen, einen schnelleren Zugang ins Internet zu schaffen.
Inzwischen stellt die Gemeinde einen Raum und einige vernetzte PC’s kosten-
los zur Verfügung. Jeden ersten Dienstag eines Monats findet ein sog. Computertreff 50plus statt. Dort treffen sich jeweils unterschiedlich viele Computer-Interessierte, mit mehr oder weniger großen Vorkenntnissen.
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Wie die Bilder zeigen, besteht immer noch eine Schwellenangst. Nur wenige setzen sich an den Computer und probieren aus. Meistens werden zu Beginn Fragen notiert und während der Stunde versucht, Lösungen zu finden. Nur selten gelingt es, zwei oder mehrere Gruppen mit gleichen Interessen zu bilden.
Wie nutzen unsere Teilnehmer/innen das Internet?
- Manche haben schon Bestellungen vorgenommen, Reisen gebucht …
- Einige finden eigenständig Informationen zu einem bestimmten Thema.
- Überwiegend verhalten sie sich jedoch zurückhaltend; sie haben Angst,
auf eine unerwünschte Seite zu gelangen …
- Online-Banking nutzt kaum jemand; auch das Elster-Programm spricht nur
wenige an.
- Von Twitter und Facebook hat man zwar schon gehört, möchte sich jedoch
nicht offenbaren. Man liest so vieles in der Zeitung oder hört am Fernseher.
Alles schon einmal dagewesen
- Ängste hatte man auch vor dem elektrischen Licht vor 100 Jahren.
- Als 1950 das erste Auto ins Dorf kam, rannten noch Hühner, Gänse …
über die Straße.
- Einen Radio oder später ein Fernsehgerät hatte man zwar, aber kaum jemand
hatte oder nahm sich Zeit dazu.
- Ein Telefon war noch in den 70er Jahren unnötig.
Und heute???
2 Antworten bis hierher ↓
Anntheres // Juli 12, 2009 um 11:09 |
Liebe Helga! Ein schöner Artikel… Du hast es prima dargestellt. Ja, die Ängste und die Zurückhaltung sind groß. Wenn ich sehe, wie Neulinge oft so zaghaft in der Tür stehen, kaum trauen sich zu offenbaren, muss ich immer lächeln und sage ihnen dann: Alle Menschen, die sie hier im Raum eifrig arbeiten sehen, standen vor einiger Zeit hier genauso wie sie… Vertrauen Sie sich uns an, wir nehmen Ihnen die Ängste. Und in der letzten Stunde eines Kurses heißt es dann: Ach wie schade, schon alles vorbei. Wir wollen doch noch so viel lernen… Aber dafür haben wir ja Übungsstunden und die werden auch eifrig wahrgenommen.
ursel // Juli 12, 2009 um 4:05 |
hallo, schwabika,
einmal monatlich am PC sitzen ist zu selten, oder habt Ihr auch Übungsstunden dazwischen? Und die Hände sollten auf der Tastatur sein. Aus eigener Erfahrung der 90er? weiß ich noch, dass bei 2 Leuten am PC sich mindestens einer durchmogelt. Aber wie Du am Ende aufführst: das Telefon hat sich ja auch durchgesetzt